Geboren und aufgewachsen in Berlin bin ich nach dem Abitur nach Hamburg gezogen. Nachdem ich dort eine Berufsausbildung abgeschlossen habe, hat es mich doch noch zur Psychologie gezogen. Also bin ich erneut aufgebrochen, diesmal nach Aberdeen in Schottland. Dort habe ich den Bachelor of Science in Psychologie abgeschlossen. Im Anschluss bin ich auf der Insel geblieben, um meinen Master of Science in klinischer Psychologie in Wales zu absolvieren. All diese Entscheidungen sind mir noch einigermaßen leicht gefallen. Nachdem Studium begann dann die große Frage nach der beruflichen Zukunft.
Zurück in Deutschland, arbeite ich einige Jahre in der Lüneburger Heide mit jungen Menschen mit Essstörungen. Um als Psychotherapeutin zu arbeiten, braucht man in Deutschland früher oder später eine besondere Ausbildung. Das System ist (damals, wie heute) nicht ideal, so dass ich mich einfach nicht dafür entscheiden konnte.
Stattdessen nahm ich mir eine Auszeit, um die Welt zu erkunden. Die Auszeit zog sich dann über zwei Jahre hin, bis ich eine Reisemüdigkeit entwickelte und den Wunsch “etwas Richtiges” zu machen. Das System mochte ich noch immer nicht, nun hatte ich nicht mal mehr genug Geld, um diese zu finanzieren. Das Glück war weiterhin auf meiner Seite: Ich konnte eine Stelle im damals neu gegründeten Institut für Psychotherapie der Schön Klinik in Bayern starten, die ausreichend bezahlt wurde. Während des Ausbildung merkte ich immer mehr, dass dies die richtige Entscheidung war, die Arbeit als Psychotherapeutin macht mir wahnsinnig viel Spaß.
Nach der Ausbildung ging es dann zurück zu den Wurzeln, zumindest in die Nähe. Seit 2023 bin ich in Potsdam und als Psychotherapeutin angestellt. Nebenbei darf ich auch dem Nachwuchs in Bachelor und Master unterrichten.
Seit 2019 gebe ich außerdem Trainings für die Arbeit mit Lehrkräften: Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf (AGiL).
Eigentlich könnte mir das so schon reichen … leider merke ich in der Arbeit sehr oft, dass unsere psychotherapeutische Versorgung kränkelt und ich die Menschen auf viele Monate Wartezeit vertrösten muss. So entwickelte sich die Idee eines Vorsorgeangebotes für mentale Gesundheit.